Dienstag, 14. Mai 2013

Der kranke Mann Europas ist die EU

Der kranke Mann Europas ist die EU: Es gab mal eine Zeit, da waren Frankreich und Deutschland auf fast allen Ebenen gleich und deshalb waren beide als Paar der Motor der europäischen Integration. Ob Wirtschaft oder Politik, ob Einstellung zur EU oder Übertragung von mehr Kompetenzen an Brüssel und überhaupt die Zustimmung zum Projekt einer Europäischen Union, man konnte beide Länder wie Zwillinge sehen. Heute sind beide Länder auseinander gedriftet und in allen Bereichen Meilen weit voneinander entfernt. Frankreich gehört mittlerweile zu den Krisenländern wie Italien und Spanien. Eine gerade veröffentlichte Studie der amerikanischen Denkfabrik Pew Research zeigt, laut Umfrage finden nur die deutschen Bundesbürger die EU noch gut, alle anderen befragten EU-Bürger haben kein Vertrauen mehr in Brüssel. So sagen 54% der Deutschen, die EU hätte die Wirtschaft gestärkt, aber nur 22% der Franzosen meinen das. Der Durchschnitt der befragten acht EU-Länder liegt bei 28%. Deutschland steht völlig alleine mit der positiven Einstellung zur EU da.



Deutschland ist das einzige Land das an seine Führung glaubt
Noch krasser ist der Unterschied bei der Frage, in welchem Zustand befindet sich die Wirtschaft. 91% der Franzosen meinen sie ist schlecht, aber nur 25% der Deutschen meinen das. Der Hammer für mich ist, nur 33% der Franzosen beurteilen das Krisenmanagement ihrer Regierung als gut, aber sagenhafte 74% der Deutschen meinen Merkel macht einen guten Job. Kopfschüttel. Bei allen anderen Ländern liegt die Zustimmung um die 30%, mit den tiefsten Werten bei den Griechen mit 22% und den Tschechen 20%. Die Deutschen meinen ganz alleine, die EU hat ihnen genützt und ist etwas gutes. Die Befragten aller anderen Länder sind völlig anderer Meinung und sehen die EU als etwas was ihre Ländern nur Negatives gebracht hat. Da die EU als rein deutsches Projekt angesehen wird und Berlin die harten Sparmassnahmen den anderen Ländern diktiert, wirkt sich die negative Meinung auch auf die Einstellung zu den Deutschen aus. So beurteilen die meisten Befragten der anderen Länder die Deutschen als die am wenigsten mitfühlenden und die arrogantesten in Europa.



Die Studie zeigt, kein europäisches Land ist mehr enttäuscht und desillusioniert schneller als Frankreich. Alleine im letzten Jahr ist die öffentliche Stimmung dramatisch über alle Bereiche sauer geworden. Die Franzosen sehen ihre Wirtschaft negativ. Sie beurteilen ihre Führung negativ. Die Franzosen fangen an ihre Bereitschaft am europäischen Projekt weiterzuarbeiten anzuzweifeln und sie haben eine schlechte Meinung über die Europäische Union als Institution. In Deutschland ist aber alles genau umgekehrt. In der überwiegenden Mehrheit nur positive Meinungen und Einstellung zur EU und zum Euro. Die Mehrheit vertraut auch immer noch der politischen Führung mit ihrer Forderung nach noch mehr Europa. So wie es aussieht ist Deutschland das einzige Land das noch den EU-Karren zieht. Der frühere Partner Frankreich macht es nicht mehr und muss eher selber gezogen werden.



Was erzählen aber die ganzen Politiker und Euroturbos in Deutschland in allen Reden und TV-Debatten? Die EU und der Euro sind etwas wunderbares, ganz toll, von dem alle EU-Bürger profitieren. Deshalb muss die europäische Integration alternativlos vorangetrieben werden und den Euro muss man retten, koste es was es wolle. Nur deswegen gebe es Frieden in Europa, sagen sie. Dann sollten diese Lügner und Dummschwätzer mal die anderen in der EU und Eurozone fragen was sie davon halten. Von wegen Frieden und Wohlstand, wie wenn es die Generalstreiks und gewaltsamen Proteste gegen die totale Verarmung in den Südländern nicht gebe. So schlecht wie jetzt ist es den meisten Europäern seit dem II. WK noch nie gegangen und so viele Arbeitslose hat es auch noch nie gegeben. Die Deutschen leben offensichtlich durch die einseitige Pro-EU-Propagada in den Medien im Tal der Ahnungslosen. Sie wissen überhaupt nicht was die Mehrheit in den Nachbarländern erlebt, meint und fühlt. Deshalb beurteilen die Deutschen laut Studie sich selber als die vertrauenswürdigste, mitfühlendste und am wenigsten arrogante EU-Nation.



Die anderen wären selber schuld, weil sie faule Säcke sind und nicht arbeiten. Nur wenn alle brave und folgsame Untertanen wie die Deutschen werden, dann geht es ihnen wieder gut. Was dabei völlig vergessen wird, erst durch die Einführung des Euros am 1. Januar 2002 und speziell in den letzten Jahren geht es den meisten Ländern schlecht. Hat also mit ihrer Lebensaufassung und Arbeitseinstellung nichts zu tun. In den 57 Jahren vorher war doch vieles in Ordnung und der Wohlstand stieg ständig. Den Frieden gab es vor dem Euro und nicht danach. Erst durch die Eurokrise ist Unfrieden und Gewalt in den betroffenen Ländern entstanden, sowie Streit und Hass zwischen den Völkern. Genau das Gegenteil was behauptet wird passiert. Da die EU ein undemokratisches und diktatorisches Konstrukt ist und deshalb die Menschen immer mehr das Gefühl haben sie werden fremdbestimmt und Wahlen bewirken und ändern nichts, die Politiker sowieso nicht ihre Interessen vertreten, ist die Unzufriedenheit, Frustration und Politikverdrossenheit noch nie so gross wie heute. Völlig zurecht.



In der Studie steht: "Die langandauernde Wirtschaftskrise hat Fliegkräfte entwickelt, welche die europäische öffentliche Meinung auseinanderzieht, trennt die Franzosen von den Deutschen und die Deutschen von allen anderen. Die südlichen Nationen wie Spanien, Italien und Griechenland werden immer entfremdeter durch die Frustration mit Brüssel, Berlin und der empfundenen Unfairness des Wirtschaftssystems."



In verschiedenen Zeiten wurden einzelne Länder als "kranker Mann Europas" bezeichnet. Jetzt ist die ganze EU und besonders die Eurozone sterbenskrank. Von den 17 Staaten mit der Gemeinschaftswährung mussten bisher 5 vor der Pleite gerettet werden. Weitere Kandidaten stehen in der Warteschleife für eine Rettung. Ja sogar Italien und Frankreich könnten bald Hilfe benötigen. Das kann Deutschland nicht mehr stemmen und wird selber dabei zusammenbrechen. Es ist doch bezeichnend und kann nicht ignoriert werden, die Länder mit eigener Währung geht es relativ gut und die welche überhaupt nicht in der EU sind noch viel besser. Wie kann man dann dieses gescheiterte Projekt weiterführen, ja sogar eine noch engere Union wollen? Dazu muss man entweder völlig verrückt sein oder man will bewusst Europa zerstören. Ich tippe auf das letztere.



EU ist die Abkürzung für Europas Untergang!
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