Sieht so aus wie wenn Slowenien das sechte Land der Eurozone ist, welches unter dem Euro-Rettungsschirm muss. Die grösste Bank des Landes, Nova Ljubljanska Banka, benötigt dringend Geld. Bereits am Montag hatte die EU-Kommission der Regierung in Ljubljana grünes Licht erteilt, die Bank mit 382,9 Millionen Euro zu stützen. Finanzminister Janez Sustersic sagte in einem Interview am Montag, das wichtigste sei, dass das Kapital erhöht wurde. Zur Ankurbelung der Wirtschaft brauche die Bank aber 500 Millionen Euro oder “viel mehr”.Der slowenische Premier Janez Jansa hat Ende Juni mitgeteilt, sein Land könnte das griechische Szenario wiederholen. Die Staatsverschuldung im Vergleich zum BIP hat sich seit der Einführung des Euro 2007 verdoppelt!
Von den 17 Ländern der Gemeinschaftswährung haben bereits Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern Notkredite benötigt. Jetzt kommt Slowenien dazu. Mit Italien als grosser Brocken sieht es auch sehr kritisch aus und es wird damit gerechnet, noch in diesem Jahr wird eine Rettung notwendig sein. Belgien, Estland, Holland und Frankreich verzeichnen einen erheblichen Wirtschaftsabschwung und wackeln bedenklich. Bleiben nur sechs Länder übrig, Deutschland, Finnland, Luxembourg, Malta, Österreich und Slowakei. Damit ist mehr als die Hälfte der Eurozone pleite.
Wie soll das noch gut gehen? Eine Währungsgemeinschaft, in der immer weniger Länder übrigebleiben, die in den Rettungstopf einzahlen können, und immer mehr die daraus gerettet werden müssen, funktioniert doch nicht. Von denen die verbleiben ist nur Deutschland wirklich ernst zu nehmen. Die anderen sind doch Kleinstaaten. Wie schon lange befürchtet, am Schluss wird alles beim deutschen Steuerzahler hängenbleiben. Das ist der Preis den man zahlen muss, wenn man den Euro "koste es was es wolle" erhalten will. Nur sind dann alle Euroländer gleich arm und am Boden.
„Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode!" Hamlet
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