Sonntag, 16. September 2012

Tausende Luftawehrraketen in der Hand der Terroristen

Tausende Luftawehrraketen in der Hand der Terroristen: Einer der drei Amerikaner die neben dem Botschafter Christopher Stevens in Bengasi getötet wurde war ein Navy SEAL. Er arbeitet für das US-Aussenministerium und hatte den Auftrag die gefährlichen Waffen die im Besitz der Terroristen gekommen sind wieder einzusammeln. Glen Doherty 42 reiste durch das Land und suchte speziell die Luftabwehrraketen MANPADS genannt, die von der Schulter aus gegen Flugzeuge abgefeuert werden können. Die US-Regierung hat nämlich Angst, sie könnten für Terroranschläge gegen die zivile Luftfahrt verwendet werden.



Wie ich im vorhergehenden Artikel geschrieben habe, zuerst stattet man die Terroristen mit gefährlichen Waffen aus, damit sie einen Regimewechsel durchführen können. Dann befürchtet man, die Waffen werden gegen einem selber eingesetzt und versucht sie wieder einzusammeln. Der Dschinn den man freigelassen hat will man wieder einfangen. Jetzt sind der damit beauftragte Soldat und seine Kameraden tot, wahrscheinlich genau mit den Waffen die sie aufspüren sollten.

Diese MANPADS - Man Portable Air Defense System - oder auf Deutsch Einmann-Flugabwehr-Lenkwaffe, gibt es zu Tausenden in Libyen. Sie stammen teilweise aus Beständen der libyschen Armee und wurden geplündert, oder wurden von der NATO, Saudi Arabien und Katar ihren Söldnern geliefert. Wahrscheinlich werden sie jetzt ins Ausland verkauft oder sind nach Syrien gelangt, wo sie dort gegen das syrische Militär verwendet werden für den nächsten Regimewechsel.

Laut Andrew Shapiro, US-Vizeaussenminister für politisch-militärische Fragen, soll das libysche Militär unter Gaddafi 20'000 dieser Flugabwehrraketen im Bestand gehabt haben. Washington hat keine Ahnung wie viele sie davon suchen müssen und wo sie alle hingelangt sind. Es ist der grösste Albtraum für sie, diese Waffe in den Händen von Terroristen zu wissen. Aber es geht nicht nur um die zivile Luftfahrt. Dadurch ist auch ihr Programm der Killerdrohnen gefährdet, die damit auch abgeschossen werden können.

Zur Erinnerung, im November 2003 wurde ein Airbus der DHL über den Irak von so einer aus der Schulter abgefeuerten Rakete getroffen. Obwohl am Flügel beschädigt und in Flammen, konnte die A300 auf dem Flughafen von Bagdad landen.



Botschafter Stevens und Sean Smith, Botschaftsmitarbeiter zuständig für Information, starben im ersten Angriff gegen das Gebäude, angeblich an Rauchvergiftung, nach dem die Botschaft in Flammen aufging, wie die neueste Erklärung des Ablaufs sein soll. Doherty zusammen mit einem anderen Navy SEAL, Tyrone Woods, versuchten den Angriff abzuwehren und kamen zwei Stunden später beim Schusswechsel ums Leben.

Es gibt jetzt sogar das Gerücht, die Terroristen hatten gar nicht die Absicht den Botschafter zu töten, sondern das eigentliche Ziel waren die Navy SEALS, die ihnen die Waffen wegnehmen wollten. Aber egal, die Zerstörung der Botschaft in Libyen und Tötung von vier Amerikanern, zusammen mit den anderen massiven Protesten vor den Botschaften in Marokko, Tunesien, Ägypten und Jemen etc., ist die Bankrotterklärung der US-Aussenpolitik im arabischen Raum, denn die Menschen wissen wie Amerika vorgeht und was "Befreiung" und "Demokratisierung" wirklich bedeutet.

Zuerst haben sie Libyen bombardiert und die Infrastruktur zerstört, wobei 80'000 Zivilisten getötet wurden. Dann haben sie das Geld und Gold des Landes gestohlen. Alle sozialen Errungenschaften die Gaddafi ihnen ermöglichte die gratis waren, wie medizinische Versorgung, Schul- und Universitätsausbildung, Strom, Wasser, Wohnungen und sogar Autos wenn man heiratete, gibt es nicht mehr.

Was wurde durch den Sturz von Gaddafi erreicht? Eine Regierung gewaltsam wegzufegen, die für seine Bevölkerung bestens sorgte, die Sicherheit und Frieden ermöglichte, besser als die meisten westlichen Regierungen es tun. Er verteilte den Ölreichtum des Landes unter die Leute, das war sein Fehler, und lies es nicht durch westliche Ölkonzerne plündern.

Jetzt stehlen sie ihnen das Öl und das ganze Land versinkt im Chaos, in dem man die bewaffneten Terroristen an die Macht gelassen hat. Und dann wundert man sich wenn die Libyer und die anderen die das sehen stocksauer und wütend sind? Dieser Film des Anstosses ist doch nur der Funken für ein bereits vorhandenes Explosionsgemisch.

Luftraum über Bengasi geschlossen

Schweres Flugabwehrfeuer hat dazu geführt, den Flughafen von Bengasi zu schliessen, weil Terroristen auf US-Drohen geschossen haben. Libysche Offizielle sagten, die Spionageflugzeuge flogen über das Botschaftsgelände und der Stadt, um die Verstecke der militanten Gruppen herauszufinden, welche den Angriff gegen die Vertretung durchgeführt haben.

"Zwei amerikanische Drohnen flogen über Bengasi vergangene Nacht mit Wissen der libyschen Behörden," sagte der Vizeinnenminister Wanis al-Sharif. "Sie waren sichtbar für das Auge und wurden durch Flugabwehr der bewaffneten Milizionären angegriffen. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen für die Sicherheit in Bengasi entschieden, den Luftraum über den Flughafen zu schliessen."

Der Angriff auf die Drohnen bestätigt was ich sage. Es geht doch nicht nur um den Hetzfilm, sondern die Proteste und Angriffe gegen westliche Vertretungen (nicht nur der USA, sondern auch der Briten und der Deutschen), ist eine Reaktion auf die ständige Bombardierung und Tötung von muslimische Zivilisten durch Drohnen und der kriegerischen Politik gegenüber muslimische Länder allgemein.


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